SCN bei den DM Freiwasser in Münster

Zuletzt aktualisiert am 06. August 2021
Geschrieben von Anke Maxein Zugriffe: 319

Ein Interview mit Fabio Schaaf. Leistungskader der Schwimmer

Der SCN bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften
Deutsche Jugend- und Junioren-Meisterschaften im Freiwasserschwimmen
Münster (Stadthafen Münster), 24. Juni bis 26. Juni 2021

 

(v.l.n.r. Fabio, Alexandra, Jaron und Trainer Faris)

 

SCN: Fabio, ihr seid zu dem DM Freiwasser nach Münster gefahren. Was war euer Ziel?

Fabio: Wir wollten endlich mal wieder einen Wettkampf schwimmen. Das fehlt uns allen ungemein. Ein paar von uns waren zwar auch kürzlich in Stuttgart, aber wir haben so lange unseren Sport nicht ausüben können, dass wir einfach jetzt viel nachholen wollen.

Warum Freiwasser? Was ist der Unterschied zum Wettkampf im Becken?

Zum Einen die Länge. Im Becken geht die längste Distanz über 1500m. Beim Freiwasserschwimmen fängt es erst bei 1250m an. Zum Anderen ist es eine andere Art von mentaler Herausforderung. Du brauchst Durchhaltevermögen und eine eigene Taktik, mit der du dich gegen die anderen behaupten kannst.

Taktik?

Ja, zum Beispiel wie du dir dein Tempo einteilst. Versuchst du Anschluss an den Vorschwimmer oder die Gruppe vor dir zu bekommen? Reicht die Kraft dafür, um dann im Windschatten mitschwimmen zu können?

(Das Hafenbecken mit der im Freiwasserschwimmen üblichen Rundenlänge von 1250m)

Wie war die Stimmung und wie waren die Wassertemperaturen in Münster?

Die Temperaturen waren okay, so 23 – 24°C. Wir sind im Hafenbecken geschwommen. Die Zuschauer konnten von vielen Stellen aus zuschauen. Normalerweise finden Freiwasserwettbewerbe in Seen statt. Die Stimmung ist beim Freiwasser ganz anders als am Becken. Eben nicht so auf das Becken fokussiert. Anders als im Becken spürst du Wind und Wellen. Wenn im Kanal Schiffe vorbeifuhren, hast du die Wellen mitbekommen.

Wie und wo habt ihr euch vorbereitet?

Eine langfristige Vorbereitung hatten wir nicht. Wir haben es aber immerhin geschafft, einmal an einen See in der Nähe von Kaiserslautern zu fahren und dort zu trainieren.

Beim Schwimmen ist es sehr leicht disqualifiziert zu werden. Einmal zu viel am Startblock gezuckt und schon kann es vorbei sein. Gibt es auch beim Freiwasser Disqualifikationen?

Ja, aber eher selten. Der Start ist ein Massenstart aus dem Wasser heraus. Coronabedingt wurden die Starts auf 20 oder 25 Personen begrenzt. Im Wasser gilt es dann die richtige Richtung einzuhalten und die Bojen korrekt zu umschwimmen. Und wer später als eine halbe Stunde nach dem Sieger ankommt, wird auch disqualifiziert.

Wie waren eure Ergebnisse?

Für Annika Böhm und meinen Bruder Jaron war es die erste Teilnahme an den DM Freiwasser, für Alexandra Mehlmann die zweite und für mich war die fünfte. Alex belegte über 5 km (im Jg. 2003) Platz 10 mit 1:19:51,78. Jaron wurde über 5 km (im Jg. 2006) 30. mit 1:12:45,89. Über 2,5 km wurde Annika (im Jg. 2006) 32. mit 42:26,97 und Jaron wurde auf dieser Strecke 35. mit 35:07,99. Ich selbst bin über 5 km (im Jg. 2003) angetreten und kam mit 1:09:11,27 auf Rang 10.

Chapeau für eure tolle Leistung! Danke für das Gespräch!