„SCHWIMMEN IST EIN EHRLICHER SPORT.“

Zuletzt aktualisiert am 22. Januar 2020
Geschrieben von Anke Maxein Zugriffe: 53

Interview mit der Trainerin des SCN Manuela Wagner vom 21.1.2020

Frage: Was ist das Euro Meet?
Manuela Wagner: Das Euro Meet ist ein internationaler Wettkampf mit Sportlern aus der Weltspitze, wie z.B. mit Hosszu, Sjöström, Govorov und Proud. Es ist das erste Meeting im Jahr und in diesem Jahr werden dort noch viele Spitzensportler versuchen ein Olympiaticket zu lösen.

Wie qualifizieren sich Schwimmer*nnen für einen solchen Wettkampf?
MW: Das läuft über Qualizeiten. Wer diese erreicht, ist dabei. Aber auf den längeren Strecken sind die Meldeplätze begrenzt. D.h. selbst wer die Zeiten über 200m, 400m sowie 800m und 1500m geschafft hat, kann abgewiesen werden.

Wie viele Schwimmer*nnen des SCN fahren nach Luxembourg?
MW: Aus unserem Leistungskader haben 12 Sportler*nnen die Quali geschafft, aber ich nehme nur 8 mit. Es ist eine Belohnung für besonderen Fleiß im Training und für sehr gute Leistungen. Schwimmen ist ein ehrlicher Sport. Wer gut trainiert, wird mit guten Zeiten belohnt. Das klappt nicht immer sofort, sondern manchmal auch zeitverzögert, aber die Belohnung kommt.

Wie viel Zeit investieren Sie und die Jugendlichen in den Sport?
MW: Der Leistungskader trainiert 6 bis 7 Einheiten pro Woche. Jede Einheit besteht aus 90 bis 120 Minuten Wassertraining und 30 bis 60 Minuten Athletiktraining. Die Trainingszeiten richten sich nach den Plänen, die ich für jeden erstelle.

Was sind die Erwartungen für diesen Wettbewerb? Vielleicht eine Olympiaqualifikation?
MW: Nein, eine Chance auf Olympia gibt es für uns nicht. Aber es geht darum Erfahrungen zu sammeln und auch in solch einem Teilnehmerfeld unbeschwert schwimmen zu können. Außerdem können sie sich für die Süddeutschen oder Deutschen Meisterschaften qualifizieren. Und natürlich können sie hier von den Besten lernen.
Ich fahre nun im dritten Jahr in Folge mit unseren Sportler*nnen zu diesem Meeting. Es ist eine tolle Erfahrung. Die Größe und Professionalität sind schon äußerst beeindruckend.

Manuela Wagner (36 J.) hat vor 20 Jahren angefangen Erfahrungen als Trainerin, zunächst im Nachwuchsbereich, zu sammeln. Im Alter von 20 hat sie den C-Trainerschein erworben. Den B-Trainerschein hat sie vor neun Jahren erhalten. Beim SCN arbeitet sie seit acht Jahren. Die Trainingsarbeit ist ihr Hobby, ihr richtiger Beruf ist Medizinische Fachangestellte bei einem Orthopäden in Wörth. Zugunsten des Schwimmens hat sie den Beruf auf 80% reduziert.