Interview mit Thorsten Preuß, dem neuen Verbandstrainer des Südwestdeutschen Schwimmverbands e.V.

Zuletzt aktualisiert am 30. Januar 2021
Geschrieben von Anke Maxein Zugriffe: 82

Thorsten Preuß ist neuer Verbandstrainer für die Wasserballjugend des SWSV. Seit er 7 Jahre alt ist schwimmt, spielt und arbeitet er für den SCN. Jahrelang war er in der Ersten und Zweiten Wasserball - Bundesliga im Einsatz, war mit dem Verein auf vielen, vielen Auslandsreisen und ist nun auch schon seit ein paar Jahren Wasserballtrainer.

Thorsten ist 53 Jahre alt, von Beruf Sportlehrer, verheiratet und hat einen Sohn, der natürlich auch Wasserball spielt. Am Beckenrand stand er für ein paar Fragen Rede und Antwort.

SCN: Herzlichen Glückwunsch zu deiner Berufung zum Verbandstrainer. Seit wann bist du im Amt?
Thorsten Preuß: Seit dem 01.01.2021 bin ich Verbandstrainer für die U12, U14 und U16.

Was für sportliche Herausforderungen warten auf dich?
Meine Motivation ist, etwas in Rheinland-Pfalz für den Wasserball zu bewegen. Neben dem SCN gibt es im Land drei weitere Vereine: Poseidon Worms, WSV Ludwigshafen und Kaiserlauterer SK. Wir wollen das Spielerpotenzial für die Landeswettbewerbe entwickeln.
Mit einer starken Verbandsmannschaft können wir uns länderübergreifend messen. Es gibt hier eine Reihe Pokalwettbewerbe, wie zum Beispiel für die U12 den Nico-Trophy-Pokal, für die U13 den Zwergenpokal, für die U14 den Stammpokal, für die U15 den Alwes-Pokal und für die U16 den Itze-Gunst-Pokal.
Ich kann mir vorstellen, dass wir auch für die Verbandsmannschaften Trainingscamps anbieten, um uns auf solche Veranstaltungen vorzubereiten.

Was ist dein Antrieb hierbei?
Ich will die Jugendarbeit in den Vereinen verbessern und verstetigen. Wir müssen eine gute Basisarbeit etablieren. Das fängt bei den ganz jungen Kindern an. Die wollen wir schon früh für den Sport interessieren und für die U12 gewinnen. Wenn es interessierte Kinder gibt, die auch noch nicht (gut) schwimmen können, können sie gerne zum Aquaball-Training nach Neustadt kommen.

Aquaball ist dein Baby, nicht wahr?
Ja, seit 2014 biete ich Aquaball für die Kleinen an. Im hüfthohen Wasser beginnen die Kinder dem Wasserballsport nachzugehen. Da wird die Ballmotorik spielerisch und mit Spaß entwickelt, die Hemmungen vor dem Wasser werden abgebaut. Es wird getunkt und es motiviert auch das Schwimmen zu erlernen.

Wie kamst du auf die Idee?
Eigentlich ist es ein Sport für Ältere aus dem Funbereich. Es gibt da auch Clubs und Turniere. Ich habe es einfach auf die Jugend übertragen und es funktioniert prima.

Wie findet ihr den Nachwuchs?
Auf vielen Wegen. Meistens bringt ein Kind ein weiteres mit. Einen Freund oder Schulkameraden. Manchmal beginnen sich Kinder und Eltern auch für den Sport zu interessieren, wenn sie uns beim Training zusehen. Hin und wieder laufen Training und öffentlicher Badebetrieb ja parallel. Das ist eine gute Werbung. Wir wollen aber in Zukunft systematischer vorgehen. Ein Sportwissenschaftler entwickelt zur Zeit ein Konzept für uns, mit dem wir an die Schulen gehen wollen.

Was ist so faszinierend am Wasserball? Wie bewerbt ihr ihn?
Wasserball lehrt den inneren Schweinehund zu überwinden, Niederlagen wegzustecken, sich neu zu motivieren und sich realistische Ziele zu stecken. Du entwickelst Ausdauer und ein effektives Zeitmanagement. Arbeit und Fleiß. Er kann dein ganzes Leben prägen.

Das hört sich sehr nach Blut, Schweiß und Tränen an. Gibt es auch Glücksgefühle?
Wasserball ist Bewegung total. Dein ganzer Körper fühlt sich unglaublich gut an, du spürst ihn noch intensiver als beim Schwimmen. Dann kommt noch die Liebe zum Ball hinzu. Der perfekte Pass, geglückte Spielzüge und der Flow, wenn Zuschauer, Ball, Wasser und du eins werden. Das Glück als Mannschaft zu gewinnen und die Freude teilen zu können.
Mehr geht nicht.

Die Fragen stellte Anke Maxein